Finanzierungs- & Immobiliennews

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1. So billig war Baugeld noch nie !

Wer dieser Tage eine Immobilie finanziert, zahlt für sein Darlehen weniger als je zuvor. Die niedrigen Hypothekenzinsen verdanken die Häuslebauer der Angst der Kapitalanleger, die die Anlagesicherheit in deutschen Anleihen und Pfandbriefen schätzen.
Das Eigenheim steht in der Prioritätenliste der Bundesbürger nach wie vor ganz weit oben. Die Gelegenheit, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen, ist jetzt besonders günstig.
Seit Jahresbeginn sind die Zinsen wieder gefallen. Zum Vergleich: Wer in den Jahren 2004 oder 2005 finanziert hat, musste seinen Kredit in der Regel zu einem Zinssatz zwischen 4 und 4,5 Prozent aufnehmen – bei einer zehnjährigen Zinsbindung. Heute erhalten Immobilienkäufer ein solches Darlehen für etwa 1 - 2 Prozent Zinsen. Selbst Darlehen mit 20-jähriger Sollzinsbindung liegen aktuell bei etwa 2 - 2,5 Prozent.

2. Wichtig - Lange Kreditfestschreibungszeiten und hohe Anfangstilgung

Nur keine Bindungsängste – auch lange Kreditlaufzeiten bieten viel Flexibilität. Experten schwärmen derzeit geradezu von langen Zinsfestschreibungen. In einem derartigen Zinstief ist es schon fast Pflicht, Baukredite für eine möglichst lange Zeit – 15, 20 oder sogar 30 Jahre - festzuschreiben. Das gilt umso mehr, als der Darlehensnehmer trotz der langen Sollzinsbindung seine Baufinanzierung nach 10 Jahren mit sechsmonatiger Kündigung ganz oder teilweise zurückzahlen kann. Ein weiterer Vorteil: Die Kündigung muss nicht punktgenau nach 10 Jahren erfolgen, sondern ist jederzeit zwischen dem elften und dem vereinbarten Zinsbindungsende möglich. So ist man während der gesamten Finanzierungszeit gegen Hochzinsphasen abgesichert, kann aber eventuell auftretende Niedrigzinsphasen trotzdem nutzen, da der Zeitpunkt für ein Anschlussdarlehen vom zehnten Jahr an frei wählbar ist. De
n größten Spareffekt erzielen Sie für Ihre Kunden jedoch mit einem hohen Tilgungssatz. Bei einem Darlehen über 200.000 Euro reduziert eine um zwei Prozent höhere Tilgung – also drei statt einem Prozent – die Restschuld nach 15 Jahren um circa 80.000 Euro, nach 20 Jahren ist das Darlehen sogar nahezu komplett getilgt.
Und: Sollte es wirklich einmal zu einem finanziellen Engpass kommen, bieten viele unserer Produktpartner einen kostenfreien Tilgungssatzwechsel an.

Die Zinsen sind nach wie vor auf Tiefstand. Paradiesische Zustände für Häuslebauer. Doch Vorsicht, wer sich einen Kredit für sein Traumhaus sichern möchte, sollte dabei Einiges beachten. Die aktuellen Traumzinsen verleiten zum Schuldenmachen. Aber: Rechnen Sie die finanzielle Belastung durch kurze Zinsbindungen und niedrige Tilgung nicht schön. Denn: Je niedriger der Zins, desto länger dauert es bis zur Schuldenfreiheit. Wer jetzt nur mit dem üblichen einen Prozent tilgt, ist erst in circa 60 Jahren schuldenfrei. Oder anders ausgedrückt: Mit einer 1-prozentigen Standardtilgung sind nach Ablauf einer zehnjährigen Zinsfestschreibung erst circa 10 Prozent der Darlehensschuld zurückbezahlt. Sprich sie sitzen dann immer noch auf 90 Prozent der Schulden. Ist der Zinssatz für Baufinanzierungen zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung höher als heute, kann das eine erheblich höhere Monatsbelastung, ja sogar das komplette Aus für die eigene Immobilie bedeuten.

Hier eine Übersicht über das Zusammenspiel zwischen Sollzinsbindung, anfänglicher Tilgung und Darlehensgesamtlaufzeit 

Die Grafik verdeutlicht: Je niedriger der Sollzinssatz, desto länger die Darlehensgesamtlaufzeit.
Beispiel: Bei einem Sollzinssatz von 2 Prozent muss die anfängliche Tilgung ebenfalls 2 Prozent betragen, damit das Darlehen bei unverändertem Zinssatz in 35 Jahren komplett getilgt ist. Sind die Zinsen zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung höher als heute, bedeutet das eine Erhöhung der monatlichen Belastung, damit die ursprünglich geplante Laufzeit des Darlehens eingehalten werden kann.

Deshalb eine Tilgung von mindestens 2 bis 3 Prozent vereinbart werden,möglicherweise mit einer Tilgungswechseloption im Vertrag. Eine hohe Tilgung beschleunigt die Entschuldung und spart dazu noch viele Tausend Euro Zinsen. Zudem gibt es bei einigen unserer Produktpartner bei höheren Tilgungen einen zusätzlichen Zinsabschlag.

3. Änderungen der Notarkosten zum 1. August 2013 !

Zum 1. August 2013 stiegen die Kosten für Notardienstleistungen. Hintergrund für die Verteuerung ist eine Gesetzesreform, die der Bundesrat kurz vor der Sommerpause im Juli 2012 auf den Weg gebracht hat. Ihr Ziel ist es, die Gebührenordnung für Notare übersichtlicher und leistungsorientierter zu machen. Bisher galt die Faustformel von 1,5 Prozent des Kaufpreises für Notar- und Gerichtskosten. Zwei Drittel entfallen hierbei auf die Notargebühren. Durch die Gesetzesänderungen erhöhen sich die Kosten auf bis zu 2 Prozent des Kaufpreises. Gleichzeitig ist es schwierig, die Steigerung pauschal zu beziffern, denn je niedriger der Kaufpreis, desto größer fällt die relative Kostensteigerung aus.
Die 2 Prozent werden wir bei unserem Notar- und Grundbuchkostenrechner zukünftig automatisch im System hinterlegen und ab 1. August 2013 verwenden.

4. Mehr als jeder Dritte erträumt oder plant Eigenheim

Mehr als jeder Dritte träumt vom Eigenheim oder plant bereits konkret dessen Kauf. Damit sich der Traum verwirklichen lässt, beschäftigt sich mehr als jeder zweite Planer intensiv mit der Finanzierung. Jeder Fünfte muss dabei voll finanzieren. 79 Prozent derer, die sich über Möglichkeiten informieren, setzen auf die klassische Baufinanzierung. Zu diesen Ergebnissen kommt die Allianz-Studie “Eigenheim 2011″.
Laut der Untersuchung findet der Großteil der Befragten (81 Prozent) den Besitz einer Immobilie attraktiv. Mehr als jeder Dritte im Alter zwischen 18 und 50 Jahren hat entweder schon über den Kauf eines Eigenheims nachgedacht (21 Prozent) oder konkrete Anschaffungspläne für die kommenden fünf Jahre (17 Prozent). Wohnen im Alter, ohne Miete bezahlen zu müssen, sowie der Wunsch nach Unabhängigkeit sind der Studie zufolge unter den Eigenheim-Planern die meistgenannten Gründe für den Erwerb einer Immobilie. Für die 26- bis 50-Jährigen ist dabei die Aussicht auf Mietfreiheit der entscheidende Grund, sich ein Eigenheim anzuschaffen. Wer jünger ist, will sich vor allem den Traum von der Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden erfüllen. Lediglich für 15 Prozent der Befragten kommt eine eigene Immobilie überhaupt nicht in Frage.

Für ein Eigenheim würden die meisten 18- bis 25-Jährigen auf größere Anschaffungen verzichten, die 26- bis 50-Jährigen dagegen am ehesten auf kostspielige Freizeitaktivitäten, so die Untersuchungsergebnisse. Am wenigsten würden die Befragten aller Altersgruppen für die Rente aus Stein auf andere Formen der Altersvorsorge verzichten. “Junge Menschen wissen, wie wichtig es ist, möglichst früh konstant den Aufbau der eigenen finanziellen Absicherung einzuplanen,“ sagt Dr. Peter Haueisen, Leiter des Fachbereichs Baufinanzierung bei Allianz Leben. “Besonders junge Planer legen deshalb großen Wert darauf, individuell beraten zu werden und alle Vorsorgeformen aus einer Hand zu erhalten”, so Haueisen weiter.
Jene, die sich noch nicht endgültig für ein Eigenheim entschieden haben, nennen als häufigste Gründe für ihr Zögern: mangelnde finanzielle Mittel (81 Prozent) und zu hohe laufende Kosten (40 Prozent). Eine Job- und Gehaltsgarantie würde neun von zehn Interessierten der Studie zufolge helfen, den Traum von den eigenen vier Wänden zu realisieren. Staatliche Fördermittel oder steuerliche Vorteile könnten demnach ebenfalls ausschlaggebend für den Immobilienerwerb sein: Finanzielle Entlastungen vom Staat würden 82 Prozent derer, die von einem Eigenheim bislang nur träumen, darin bestärken, sich eine Immobilie zu kaufen.

Mehr als die Hälfte der Planer (56 Prozent) hat sich der Studie zufolge schon eingehender mit dem Thema Immobilienfinanzierung beschäftigt. Unter jenen, die sich genauer über die verschiedenen Möglichkeiten informiert haben, ziehen rund acht von zehn die klassische Baufinanzierung in Betracht. Für 61 Prozent käme auch ein Bausparvertrag in Frage. “Den wenigsten Menschen ist bekannt, dass sie das bereits in einer Riester-Rente angesparte Kapital auch für den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände als Eigenkapital verwendet können. Alternativ ist es auch möglich, damit zu Rentenbeginn ein bestehendes Darlehen zurückzuzahlen, mit dem man sein Wohneigentum finanziert hat,” weiß Allianz-Finanzierungsexperte Haueisen.
Wenn es im Rahmen der Baufinanzierung um die zusätzliche Nutzung von Fördermöglichkeiten geht, lassen sich aus der Studie unterschiedliche Vorlieben bei den Geschlechtern ablesen: Männer bevorzugen KfW-Fördermittel (62 Prozent) deutlich gegenüber der Förderung vom Staat (42 Prozent).Weibliche Planer hingegen würden die Fördermittel der KfW-Bank (52 Prozent) in gleichem Maße nutzen wie die staatliche Wohn-Riester-Förderung (51Prozent). ”Kaum einer weiß, dass er ein Darlehen mit staatlicher Riester-Förderung zu den gleichen Zinskonditionen bekommt wie ein ungefördertes Darlehen,” moniert Haueisen. “Wer ein Eigenheim finanziert und die Riester-Förderung nicht nutzt, der verschenkt bares Geld – und das können sich die wenigsten wirklich leisten.”

Drei Aspekte sind allen Eigenheim-Planern bei der Immobilienfinanzierung laut der Untersuchung gleichermaßen wichtig: die Absicherung der Familie und der Finanzierung gegen unvorhergesehene Ereignisse, die Möglichkeit, mit Sondertilgungen die Restschuld schneller zu verringern sowie Zinssicherheit, also gleichbleibende Zinsen über die gesamte Finanzierungsdauer. “Die Anschaffung einer Immobilie ist für die meisten Menschen immer noch die wichtigste und größte Kaufentscheidung ihres Lebens,” weiß Haueisen. Daher stehe Sicherheit bei der Baufinanzierung ganz oben an. “Ein kompetenter Berater ist dabei ein zuverlässiger Partner, auf den man bauen kann”, so der Allianz-Finanzierungsexperte.
Die repräsentative Umfrage unter mehr als 1.000 Bundesbürgern wurde die vom Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Allianz Deutschland durchgeführt. (te)
Quelle: Qash.Online vom 11.Mai 2011

5. Grunderwerbsteuer: Änderungen bei der Grunderwerbssteuer zum 01.01.2014 - 4 Bundesländer haben angehoben und Hessen hat bereits zum 1.8.2014 auf 6% erhöht

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Kauf eines bebauten oder unbebauten Grundstücks anfällt. Die Höhe der Steuer richtet sich nach der Höhe des Kaufpreises. Bis 2006 galt in Deutschland ein einheitlicher Steuersatz von zuletzt 3,5%. Seit September 2006 können die Bundesländer die Höhe der Steuer jedoch selber festlegen, was bereits zu mehreren Steuererhöhungen geführt hat. Zuletzt haben Jahr Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Saarland und Thüringen ihre Grunderwerbsteuer auf Werte zwischen 4 und 5% erhöht. Thüringen verlangt seit Frühjahr 2011 5% Grunderwerbssteuer.
Zum 1. Oktober 2011 hat auch Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg den Steuersatz von 3,5 auf 5% angehoben. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz schloßen sich an und erhöhten in 2012 ebenfalls auf 5%. Somit liegt die Grunderwerbsteuer in fast allen Bundesländern deutlich über dem ursprünglichen Wert von 3,5%. Aber die Erhöhungen gehen noch weiter. Ab 01.01.2014 haben die folgenden Bundesländer Bremen und Niedersachsen auf 5%, Berlin auf 6%, Schleswig-Holstein auf 6,5% erhöht. Und Hessen wartete gar nicht erst bis 01.01.2015, sondern hat bereits ab 01.08.2014 auf 6% angehoben.Zum 01.01.2017 hat auch Thüringen die Grunderwerbssteuer von 5,0% auf 6,5% erhöht.

Für die Bundesländer bedeuten die Steuererhöhungen Mehreinnahmen in Millionenhöhe – für Immobilienkäufer und Bauherren dagegen höhere Nebenkosten beim Immobilienkauf oder -bau. Allerdings wird damit die Forderung nach mehr Wohnungsneubau und einer Stärkung des Wohneigentums torpediert. Gerade jungen Familien wird damit die Wohneigentumsbildung erschwert.

Die aktuelle Grunderwerbsteuer aller Bundesländer auf einen Blick:

  • Baden-Württemberg 5,0%

  • Bayern 3,5%

  • Berlin 6,0%

  • Brandenburg 6,5%

  • Bremen 5,0%

  • Hamburg 4,5%

  • Hessen 6,0%

  • Mecklenburg-Vorpommern 5,0%

  • Niedersachsen 5,0%

  • Nordrhein-Westfalen 6,5%

  • Rheinland-Pfalz 5,0%

  • Saarland 6,5%

  • Sachsen 3,5%

  • Sachsen-Anhalt 5,0%

  • Schleswig-Holstein 6,5%

  • Thüringen 6,5%

 (Stand 01.01.2017)- ohne jegliche Gewährleistung

6. Viel Geld sparen mit Forwarddarlehen (Quelle Manager-Magazin)- ganzen Artikel lesen

Die Niedrigzinspolitik der EZB hat deutschen Häuslebauern viel Geld gespart, indem diese auslaufende hochverzinste Baufinanzierungen durch günstigere Neukredite abgelöst haben. Aktuell spricht man dabei von 24,2 Mrd. Euro Ersparnis. Und da die Vereinbarung von billigeren Anschlussfinanzierungen bis zu 60 Monate im Voraus möglich sein kann wird diese Ersparnis bis Ende 2016 sogar noch auf ca. 71,6 Mrd. Euro steigen. Näheres über Forwarddarlehen unter unserer Seite Anschlussfinanzierung.

7. Steigende Mieten machen das Eigenheim immer attraktiver

Deutsche Mieter sind nicht zu beneiden, denn die Wohnkosten steigen rapide an. Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Empirica müssen Neumieter 5,8 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. In zahlreichen Großstädten kletterten die Mieten sogar deutlich mehr, etwa in Berlin um 14 Prozent, in Düsseldorf um 13 Prozent und in Köln um 12 Prozent. In Hamburg und Frankfurt legten die Mieten nur 7 Prozent zu, aber dort müssen Mieter mit gut 11 Euro pro Quadratmeter bereits deutlich mehr bezahlen als in Berlin oder Köln mit 8 bzw. 9 Euro pro Quadratmeter. Im Bundesdurchschnitt betrugen die Mietsteigerungen laut Empirica 3,9 Prozent.

 

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